MARKTAUSBLICK 4. QUARTAL 2011
Portfoliobericht und Marktentwicklung für das dritte Quartal 2011
Ausblick auf das vierte Quartal 2011
Das letzte Quartal hat abermals gezeigt, dass die Staaten insbesondere Griechenland in Zukunft kaum fähig sein werden die Verschuldung in den Griff zu bekommen. Weiterhin wird von der europäischen Führungsriege rund um Deutschland und Frankreich versucht eine Lösung zu finden, um Griechenland und in Folge auch Spanien und Italien zu retten. Die anhaltende Staatsschuldenkrise sorgte im dritten Quartal dafür, das Unternehmen und Banken abwerten musste und die Indizes sich wieder in der Nähe des Tiefs von 2008 befinden. Erste Maßnahmen zur Rettung der gefährdeten Staaten wurden von den europäischen Staaten durch den EFSF Rettungsschirm beschlossen.Im Zuge der anhaltenden Finanzkrise blieb auch die Wirtschaftssituation in den USA nicht ohne Folgen. Standard & Poors, ihres Zeichens amerikanische Ratingagentur, kürzte das Rating der USA von AAA auf AA+. Dies sorgte für weitere Unsicherheit an den Aktienmärkten. Morgan Stanley und Fitch, weitere große Rating Agenturen, schlossen sich diesem Urteil nicht an und beließen das USA Rating auf AAA.
Ein wichtiges Thema für die zukünftige Behandlung der Schuldenkrise wird auch der Euro sein. Dieser verlor in den vergangenen Wochen gegenüber dem Dollar stark an Wert und es wird bereits über eine mögliche Reform der europäischen Währung gesprochen. Wahrscheinlicher wird es sein, den Euro sowie die Euromitgliedsländer zu stärken und der Fokus einer möglichen Sanierung der Länder. Es bleibt dennoch abzuwarten mit welchem Instrument die EZB versucht den Euro in alter Stärke zurück zu bringen.Die Entwicklung für das 4.Quartal 2011 ist weiterhin schwer einzuschätzen. Viel wird von der Bewältigung der Staatsschuldenkrise abhängen und wie sich die europäischen Nationen einigen werden. Sollte es wider erwarten zu einem Insolvenzfall von Griechenland kommen so müssten auch Italien und Spanien vor einem Ausfall zittern.
Weiterhin wird die Unsicherheit an den Aktienmärkten bestehen bleiben und wir stehen nach wie vor zu unserer Meinung, dass Unternehmensanleihen mit positiver Bilanz gegenüber Staatsanleihen zu bevorzugen sind.
In unserer Vermögensverwaltung haben wir mehrere Themenbereiche für das kommende Quartal identifiziert:Die beiden bestimmenden Themen sind weiterhin die Staatsverschuldung in Europa und USA sowie die Unsicherheit im Währungs- und Bankensektor. Der Erfolg der Rettungspakete hängt auch von einer Beteiligung des Bankensektors ab. Die Aktienmärkte werden bis zur möglichen Lösung der Krise weiterhin volatil bleiben. Aufgrund der hohen Staatsverschuldung, dem Handeln der Rating Agenturen und der starken Medienpräsenz ist auch der Anleihemarkt sehr volatil geblieben.
Wir halten weiterhin unsere Aktienquote neutral und übergewichten den Anleihenanteil leicht. Das Währungsrisiko decken wir beibehaltend mittels des Local Currency Funds in Emerging Markets ab.